Mit den richtigen Pflanzen und Blumen den Bienen helfen

BienenIst es nicht ein wunderschöner Anblick im Garten und in der freien Natur, wenn man die fleißigen Bienen dabei beobachten kann, wie sie von Blüte zu Blüte fliegen, um emsig die Pollen und den Nektar zu sammeln. Nicht umsonst spricht man ja gerne vom „fleißigen Bienchen“. Leider kann man ja aus den Medien immer wieder entnehmen, dass auch die Bienen vom globalen Insektensterben bedroht sind. So werden den Bienen und den Schmetterlingen Lebensräume durch Insektenvernichtungsmittel genommen. Es ist also besonders wichtig, dass wir den Insekten Blumenwiesen zur Verfügung stellen und mehr natürliche Insektenbekämpfungsmittel verwenden.Auch wird oft davon gesprochen, dass die Bienen und auch andere Insekten nicht mehr ausreichend geeignete Blumen in den Gärten vorfinden. Wenn es wirklich dazu kommen sollte, dass immer mehr Arten von Insekten aussterben, kann die notwendige Bestäubung der Pflanzen nicht mehr erfolgen. So würde es zukünftig weniger Obst und andere Früchte mehr geben. Man spricht und hört dazu immer öfter: „Sterben die Bienen aus, sterben auch Menschen“.

Was kann man Positives für die Bienen tun?

Um diesen negativen Trend entgegenwirken zu können, kann man selber einige Dinge tun, damit den Insekten wieder bessere Lebensräume ermöglicht werden. Nachfolgend sollen hier ein paar Anregungen erwähnt werden.

Wer über ein eigenes Grundstück mit einem Garten verfügt, kann sehr gut für ein natürliches Gleichgewicht an Insekten darin sorgen. Hier sind die Wildbienen besondere Helfer. Über 500 Arten von Wildbienen gibt es alleine bei uns in Deutschland. Manche Arten ernähren sich dabei ausschließlich nur von besonderen Pollen und besonderem Nektar einer Pflanzenart. Wenn diese nicht vorhanden ist, bleiben die Wildbienen dieser Region fern. Honigbienen und einige Arten von Hummeln würden für die Nahrung auch eine Strecke von 5 km zurücklegen. Wildbienen fliegen maximal in einem Radius von 400 Metern, um Nahrung zu finden. Somit ist es also sehr wichtig, dass die Wildbienen heimische Pflanzen erreichen können, die nicht durch spezielle Zucht verändert wurden.

Hier kann also sehr gut jeder Gartenbesitzer dafür sorgen, dass ein ausreichendes Pflanzen- und Blumenangebot zur Verfügung steht. Dafür kann man beispielsweise Kräuter passend zusammenstellen. Auch bestimmte Blumen und Blüten eignen sich als Nahrungsquelle besonders. So kann man bei einigen Anbietern beispielsweise spezielle Bienenfuttermischungen / Imkermischungen finden.

Gefüllte Blüten mögen schön anzusehen sein, sind für Bienen aber wertlos

Was vielleicht nicht jeder weiß, ist, dass Blumen mit gefüllten Blüten für Bienen keine Nahrungsquelle bieten. Das liegt daran, dass bei Pflanzen mit gefüllten Blüten die nötigen Staubblätter und Fruchtblätter nicht ausgebildet sind. Stattdessen haben sich nur weitere Blütenblätter entwickelt, die optisch als besonders schön gelten. Somit können leider Wild- aber auch Honigbienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen die Pollen und Nektar suchen mit den gefüllten Blüten nichts anfangen.

Nistplätze für Wildbienen schaffen

Wer beispielsweise Sandbienen beim Nisten helfen möchte, kann ihnen mit Sand gefüllte Kübel zur Verfügung stellen. Der Kübel sollte mindestens 25 cm hoch sein und einen großzügigen Wasserablauf haben. Dann wird auf den Boden eine Schicht Blähton gelegt. Darüber wird dann lehmiger Sand geschüttet. Spielkistensand eignet sich hierfür nicht! Auch bieten Wildbienenhotels gute Unterkünfte. Diese bekommt man fertig zu kaufen oder man kann sie auch prima selber bauen. Sie sind jetzt schon für viele ein beliebtes Dekorationselement im Garten.

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