grünes Rechenzentrum – Lasst uns die Schweden zum Vorbild nehmen.

Wir hören Musik über Streaming-Dienste und schauen Filme aus der Cloud. Unsere Geschäftsprozesse sind ohnehin schon dorthin ausgelagert und unsere Selfies, die wir auf den unterschiedlichen Plattformen posten, müssen ja auch irgendwo gespeichert werden. Das Ganze frisst ordentlich Speicherplatz. Und der wiederum frisst jede Menge Strom. Laut Greenpeace verdreifacht sich die Datenmenge, die gespeichert wird, von 2014 bis 2017. Der Stromverbrauch durch die Nutzung des Internets soll bis 2020 um rund 300 Prozent steigen.
Da ist es doch eine prima Nachricht, dass man in Schweden versucht, das Problem zu beherrschen. Um genau zu sein, ist es die Stadt Falun, die ein so ehrgeiziges wie wegweisendes Projekt auf den Weg gebracht hat.

Das Datenzentrum der Stadt ist ist an das Stromnetz angeschlossen und auch an das Heiznetz. Der Strom, den das Rechenzentrum verbraucht, wird allein aus regenerativen Energiequellen gewonnen.

Die in Schweden grundsätzlich relative niedrige Umgebungstemperatur trägt ebenso wie das begrünte Dach des Zentrums dazu bei, dass es gekühlt bleibt. In den kalten Monaten wird die Abwärme des Zentrums dazu genutzt, die Wohnung der Menschen, die in Falun leben, zu wärmen. In Summe hat das Unternehmen damit tatsächlich einen negativen CO2-Fußabdruck.

Gelingen konnte dieses nur, weil man es sich als Stadt vorgenommen hat, in diesen Dimensionen zu denken. Im nächsten Jahr soll das Zentrum dann tatsächlich an den Start gehen. Das Beispiel könnte Schule machen. Vor allem in Regionen, in denen es einen großen Anteil an regenerativen Energiequellen gibt, kann es sinnvoll sein, in Rechenzentren zu investieren und diese mit grüner Energie zu betreiben. Wo ist die erste deutsche Stadt, die eine Vision à la Falun wahr werden lässt. Es wäre längst an der Zeit.

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