Neues vom Grünschreiber – Auch dafür ist ein Kraut gewachsen…Antibiotika vs. Heilkräuter

Welche Medizin ist besser? Antibiotika oder Heilkräuter

Antibiotika vs. Heil-Kräuter
für alles gibts ne Pille …

An diesem Wochenende kann es endlich losgehen. Einige warme und sonnige Tage mit Werten über 25°C haben den Boden erwärmt – und zugleich die Sehnsucht in mir erweckt, zu buddeln und zu pflanzen, zu jäten und zu säen. Die Vorfreude ist groß, ich kann es kaum mehr abwarten. Nur noch den Freitag im Büro hinter mich bringen, stupide Zahlen tippen, Akten anlegen. Schon längst ist mein Innerstes im Wochenende, steht unter Spannung. Die Spannung ist so groß, dass es kribbelt in mir. Es kratzt und juckt…

Moment! Das fühlt sich nicht mehr an wie Spannung, sondern eher wie… – Nein! Das kann doch nicht wahr sein! Herbst und Winter sind stets ihr Revier. Was hat sie also im Frühjahr verloren? Und dann ausgerechnet jetzt. Das ist einfach unmöglich!

Das Kribbeln und Jucken konzentriert sich auf die Nase, das Kratzen auf den Hals. Es dauert nicht lange, bis mir bewusst wird, dass auch das Gurgeln mit Salzwasser nichts daran ändern wird… Ich habe mir eine Erkältung eingefangen!

Über Nacht dehnt sie sich aus und am nächsten Morgen wache ich mit einer saftigen Halsentzündung auf, bald gesellen sich Schnupfen und Husten dazu, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Na Toll! Wochenende – ich komme…

Was kann ich nun tun, um schnell wieder gesund zu werden?

Natürlich! Die Pharmaindustrie bietet ein breites Spektrum von Möglichkeiten, massenhaft schwere Geschütze.

Ab also in die Apotheke. Ein Mittel gegen die Kopfschmerzen, antibiotisch wirkende Halstabletten, abschwellendes Nasenspray, Hustenlöser – und wenn das nicht schnell genug hilft, bleibt ja immer noch der Gang zum Arzt und die Allzweck-Waffe: Antibiotikum!

Sicherlich ist das Antibiotikum ein sehr wichtiges, wirksames und Leben rettendes Medikament. Doch sollte man genau aus diesem Grund eine Behandlung nach Lust und Laune vornehmen? Sollte man es bei Halsschmerzen, wässrigem Schnupfen oder trockenem Husten einnehmen?

Im Allgemeinen startet eine Erkältung ja meist mit einem Erkältungsvirus, das sich in den Schleimhäuten festsetzt und eine Entzündung auslöst. Aus dieser Infektion entsteht dann eventuell eine so genannte Superinfektion, bei der auch Bakterien eine Rolle spielen.

Nicht selten wird allerdings Antibiotikum verordnet, wenn (noch) gar keine bakterielle Infektion vorliegt. Und der Clou daran ist: Gegen Viren wirkt dieses gar nicht!

Kurz gesagt ist der Schuss auf Spatzen mit Kanonen hier auch noch ein Schuss in den Ofen. Folge ist, dass nicht nur keine Besserung eintritt, das Antibiotikum die Darmflora des Konsumenten negativ beeinflusst und somit auch dessen Abwehrkräfte schwächt, da die Darmflora hierbei eine große Rolle spielt. Auch sorgt der massenhafte Einsatz von Antibiotika dafür, dass sich Bakterien an diese anpassen und resistent werden.

Die Verteilung erscheint zunehmend nach dem Gießkannenprinzip zu erfolgen. Der kleinste Schnupfen zieht ihren Einsatz nach sich. In der Massentierhaltung prophylaktisch eingesetzt finden sich Antibiotika regelmäßig auch im Fleisch. Ebenso sind sie im Grund- und Trinkwasser nachzuweisen, sicherlich auch im Erdreich.

Die schreckliche Folge ist, dass Menschen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen, wie z.B. einer Lungenentzündung, durch resistente Keime sterben, da das Medikament einfach nicht mehr wirkt.

Unabhängig vom Antibiotikum stellt sich auch die Frage, ob wirklich bei jedem kleinen Zipperlein ein Schmerzmittel eingenommen werden muss. Die Leber bedankt sich für das Eingenommene, auch dem Magen kann es sauer aufstoßen. Abschwellendes Nasenspray macht abhängig und auf Dauer angewandt ist das Risiko einer dauerhaft verstopften Nase hoch. Zudem wird die Nasenschleimhaut dünner und wenn es dann irgendwann zu regelmäßigem Nasenbluten kommt und man die teils sehr schmerzhafte Prozedur einer Verödung von Blutgefäßen in der Nase über sich ergehen lassen muss, verflucht man schließlich jeden bisher durchgeführten Sprühstoß.

Der Medikamenten-Markt ist natürlich ein Milliardengeschäft. Und nicht nur bei Erkältungen hat die Pharma-Industrie ihren Spaß. Vor allem chronische Erkrankungen sorgen für eine dauerhafte Einnahmequelle. Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Allergien,…

Sicherlich sind Medikamente oftmals ein Segen und retten Leben. Dies steht außer Frage! Doch wenn man sich mal unser Gesundheitssystem anschaut, kommt man relativ schnell ins Grübeln, da es in Wirklichkeit ein Krankheitssystem ist. Da bekommt ein Arzt Geld für die Behandlung, nicht für die Heilung.

Aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht, und so muss ein Arzt denken: Wie sinnvoll ist eine Heilung, wie nutzbringend eine chronische Erkrankung? Es existiert kein Anreiz für eine ganzheitliche Betrachtung der Gesundheit des Patienten, sondern nur ein Schwerpunkt auf der Behandlung der Krankheit. Da wird dann eben dauerhaft ein Beta-Blocker und ein entwässerndes Medikament verordnet, um den Blutdruck zu senken. Die Frage nach den Lebensumständen des Patienten, den Ernährungsgewohnheiten, der fehlenden Bewegung und den Stressfaktoren stellt sich nicht wirklich. Dafür wird der Arzt ja von den Krankenkassen auch nicht bezahlt. Und erstrecht nicht von den Pharma-Unternehmen.

Ein gutes Beispiel hierfür ist folgendes:

Vor etwa eineinhalb Jahren litt ich regelmäßig unter Sodbrennen. Irgendwann war eine Magenspiegelung unumgänglich. Das Resultat: Kein Helicobacter, dafür eine Entzündung durch einen Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre. Der Arzt verordnete mir ein Medikament aus der Gruppe der Protonenpumpenhemmer. Dieses sorgt dafür, dass der Magen weniger Säure produziert.

Acht Wochen lang nahm ich das Medikament ein und es wirkte schlagartig. Dann folgte eine weitere Spiegelung, um zu sehen, wie es angeschlagen hatte. Und die Entzündung war zurückgegangen, aber immer noch vorhanden. Mein Hausarzt verordnete mir daraufhin eine weitere Packung des Medikaments. Doch ich hatte auf der Packungsbeilage gelesen, dass eine längere Anwendung nicht zu empfehlen sei. Also fragte ich ihn, wie lange ich denn dieses Medikament einnehmen müsse und die Antwort lautete: „Auf Dauer!“

Etwas verdutzt konfrontierte ich ihn mit der Empfehlung, das Medikament eben nicht dauerhaft einzunehmen. Sein Kommentar hierzu: „Na klar – gesund sind diese Tabletten nicht.“

Dies war der Startschuss für mich, nach einer Alternative zu suchen. Ich setzte die Tabletten ab und stellte fest, dass das Sodbrennen noch intensiver war als zuvor. Die Protonenpumpen schienen nach ihrer Hemmung nunmehr hemmungsloser zu pumpen als je zuvor. Dies ist im Zusammenhang mit dem Einsatz von Protonenpumpenhemmern wohl auch allgemein bekannt und wirkt – ob nun beabsichtigt oder nicht – als eine Art Abhängigkeitsfaktor…

Doch ich ließ mich hiervon nicht abschrecken, recherchierte im Internet nach einer anderen Lösung, kaufte mir ein Heilkräuter Buch und wurde schnell fündig.

Die Malve ist nicht nur eine wunderschöne Blume. Ihre getrockneten Blüten geben in einem Kaltwasserauszug auch so genannte Schleimstoffe ab und was könnte sich besser dazu eignen, Schleimhäute vor der Magensäure zu schützen und zu beruhigen?

So kaufte ich mir Malven-Blüten, weichte sie ein und stellte einen Auszug her. Dies tat ich täglich, über zwei Wochen lang. Dann legte ich zwei Wochen Pause ein, trank in den darauf folgenden 14 Tagen den Auszug wieder und wiederholte den Ablauf ein weiteres Mal. Ich spürte bereits nach der zweiten Woche eine Besserung und nach Abschluss der Kur suchte mich das Sodbrennen nur noch selten heim. Als ich dann auch noch begann, mich bewusster zu ernähren, verschwand es schließlich beinahe vollständig. Und das ohne Risiken und Nebenwirkungen.

Ich hatte die Spirale der chronischen Erkrankung durchbrochen und nahm mir vor, eine neue Spirale zu schaffen. Nämlich die einer „chronischen Gesundheit“. Neben der Umstellung meiner Ernährung wollte ich vor allem eines: Heilpflanzen kennen lernen und nutzen. Und um Kräuter anzubauen eignet sich am besten eine Kräuterspirale. In ihr entsteht nicht nur ein passendes Mikroklima für die Kräuter. Sie dient außerdem als Lebensraum für Eidechsen und Wildbienen, die blühenden Kräuter – wie beispielsweise Thymian, Salbei und Lavendel – dienen zudem Insekten als wertvolle Nektarquelle. Und ein Blickfang ist eine solche Spirale allemal.

So begann ich Bruchsteine zu sammeln, Bauschutt holte ich mir vom Wertstoffhof, Sand vom Baumarkt, ebenso ein Unkrautvlies. Und schon ging es los.

KräuterspiraleNachdem ich die Fläche markiert hatte, die ich für die Kräuterspirale nutzen wollte, legte ich das Unkrautvlies aus, schichtete in der Mitte den Bauschutt zu einem Haufen auf. Dann begann ich damit, die Bruchsteine in Spiralform anzuordnen, füllte die Erde in verschiedenen Mischungsverhältnissen nach oben hin auf.

 

(Bildquelle: www.manufactum.de – dort kann man diese Kräuterspirale auch kaufen um Heilkräuter einzupflanzen, wie man sie selber baut, lesen Sie nächste Woche)

Über 2.50 m Durchmesser wurde die Spirale groß, die Mitte ragt etwa ein Meter in die Höhe.

Die verschiedenen Bereiche der Kräuterspirale entsprechen dabei den Lebensbereichen der einzelnen Kräuter. Ganz oben im sandigen Boden wächst der Thymian – ein Kraut gegen den Husten, das vor allem entkrampfend wirkt. Auch der Speick-Lavendel hat hier seinen Platz und sein Duft wirkt sehr beruhigend. Es folgen Zitronen- und Zimtbasilikum sowie Majoran – Kräuter, die vor allem in der Küche zum Einsatz kommen. Dann folgt, in immer nährstoffreicherer Erde, Kamille als entzündungshemmendes Kraut. Es wirkt bei Magen-Darm-Problemen ebenso wie bei Atemwegserkrankungen und Schleimhautentzündungen. Im humusreichen und feuchten Bereich wachsen Petersilie und Schnittlauch. Petersilie schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch ein Heilkraut. Denn es wirkt entwässernd und dadurch kann es bei Blasen- und Nierenerkrankungen eingesetzt werden, speziell auch bei Nierengrieß. Hinter der Kräuterspirale steht Liebstöckel. Das Gewürz, das nicht nur Suppen ein besonderes Aroma verleiht, wirkt ebenso entwässernd und man kann es bei Magenbeschwerden einsetzen. Der Teefenchel ganz in der Nähe des Liebstöckelkrauts wirkt ebenso bei Magen-Darm-Beschwerden und die Zitronenmelisse, die im gesamten Garten Büschelweise wächst, wirkt als Tee hervorragend entspannend und ausgleichend. Auch der Salbei hat eine heilsame Wirkung, kann unter anderem bei Magen-Darm-Beschwerden sowie Entzündungen im Mund und Rachen eingesetzt werden.

Die Kapuzinerkresse wuchert am Rand der Kräuterspirale entlang. Ihre Blüten kann man sehr gut heilpflanzlich nutzen. Man gibt eine Hand voll in eine durchsichtige Glasflasche, füllt diese komplett mit Apfelessig auf und stellt das Gemisch vier Wochen lang in die Sonne. Während dieser Zeit geben die Blüten Stoffe in den Essig ab, die antibakteriell wirken. Nun werden die Blüten abgefiltert, der Essig dient als gute Vorbeugung gegen Erkältungen. Beim ersten Kratzen im Hals einen Esslöffel Essig mit Mineralwasser mischen wirkt Wunder.

Leider war mein Vorrat an Kapuzinerkresse-Essig im Frühjahr aufgebraucht. Wer rechnet auch noch damit, im Mai eine Erkältung zu bekommen…?

So sitze ich nun da und anstatt frischen Salbei im Garten zu säen, trinke ich ihn jetzt als Tee. Die Nase ist verstopft, ich huste und mein Kopf dröhnt.

Ich gehe zur Apotheke, kaufe mir Kapseln mit ätherischen Ölen sowie ein pflanzliches Medikament für die Nebenhöhlen. Ich trinke Lindenblüten-, Salbei- und Thymiantee, schieße mit allem, was die Natur hergibt. Ich gönne mir zwei Tage Bettruhe. Und ich habe Erfolg! Nach drei Tagen habe ich das Gröbste überstanden.

Und nun geht’s endlich raus in den Garten, neue Heil-Kräuter säen…

Denn gegen fast alles ist letztlich ein Kraut gewachsen.

 

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