Kleine Kräuter , großer Geschmack

Kürzlich wurde die Grillsaison eröffnet und der heimliche Star beim Essen war die selbst gemacht Kräuterbutter. Die war gespickt mit einer Auswahl der vielen frischen Kräuter, die wir selbst anbauen. Das macht Spaß, weil es wenig Arbeit macht, gut aussieht und vor allem lecker ist. Aber was ist zu beachten, wenn man seine Kräuter selber anbauen möchte?

KräuterKräuter mögen es sonnig
Suchen Sie sich einen sonnigen Platz im Garten oder auf dem Balkon. So wachsen Kräuter am besten und entwickeln vor allem ihre wertvollen Inhaltsstoffe, die sie später so schmackhaft werden lassen. Die Pralle Mittagssonne sollte vielleicht vermieden werden; aber mehrere Sonnenstunden am Tag mögen Kräuter ziemlich gern.

Für den Profi: Der richtige Boden machts

Will man seinen Kräutern etwas wirklich gutes tun, so sollte man ihnen nicht nur die Sonne sondern auch den richtigen Boden angedeihen lassen. Der Boden sollte nicht zu sauer sein und der Humusgehalt sollte recht hoch ausfallen – am besten man lässt sich dazu in der Gärtnerei beraten. Um zu testen, ob der Boden zu sauer oder zu alkalisch ist, kann man übrigens kleine Experimente durchführen. Wer Kinder hat, sollte das mit denen gemeinsam machen – dann macht das noch mehr Spaß. Man braucht einfach einen Becher mit Essig und einen Becher mit Wasser und Backpulver. In beide Becher gibt man eine Bodenprobe und wartet ab, wo es zischen wird. Zischt es beim Backpulver, ist der Boden alkalisch und man sollte mit Kompost düngen. Zischt es beim Essig, ist der Boden sauer und man sollte den Boden kalken oder Holzasche verstreuen. Zischt nichts, so ist der Boden neutral. Wer will kann mit einer Wurmkiste auch für einen wirklich guten Boden sorgen: Man braucht eine Holzkiste, in die man Küchenreste und Würmer zusammen gibt. Die Würmer machen ihre Arbeit und am Ende hat man besten Humus, um damit seine Kräuter zu versorgen.

Kresse, Dill und Petersilie macht ein wenig Kälte nichts aus. Man kann diese Kräuter also direkt im Frühjahr anpflanzen. Bei Basilikum oder Majoran sollte man bis Mai warten, bis also nicht mehr mit Bodenfrost zu rechnen ist. Und dann kann man auch bald schon mit dem Ernten beginnen. Am besten schmeckt es, wenn man die Kräuter frisch schneidet und direkt verarbeitet. Eine Faustformel besagt, dass alle Kräuter, die weiche Blätter haben, auch eingefroren werden können. Natürlich kann man Kräuter auch trocknen, hierzu bindet man sie zu kleinen Bündeln mit den Blattspitzen nach unten zeigend zusammen und gibt sie nach der Trocknung in einen lichtundurchlässigen Behälter ohne sie vorher zu schneiden.

Bei uns schaffen es die meisten Kräuter aber dann doch nicht, um getrocknet oder eingefroren zu werden. Sie wandern direkt in unsere Speisen. Und das schmeckt einfach zu gut.

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