Der Mehrwert vom Mehrweg

MehrwegEinweg bedeutet, dass eine Verpackung einen Weg geht: Herstellen, befüllen, kaufen, leeren, wegwerfen.

Einweg-Verpackungen haben daher fatale Folgen in vielen Bereichen:

So wird beispielsweise zur Herstellung einer Weißblechdose deutlich mehr Energie benötigt, als für die Produktion einer Plastik- oder Glasflasche.

Ein hoher Rohstoff- und Energieverbrauch bedeuten auch eine Belastung des Klimas und der Natur. Der Klimawandel wird durch die Produktion, das Recyceln und das Verbrennen von Verpackungsmaterialien angefeuert.

Um benötigte Rohstoffe, wie Bauxit (Grundstoff des Aluminiums) abzubauen, werden auch immer mehr Gebiete auf der Welt durchlöchert, Flüsse, Seen und Böden vergiftet. Es werden tropische Regenwälder abgeholzt, um aus ihrer Erde Bauxit und andere Rohstoffe zu fördern.

Kurz gesagt, und etwas überspitzt:

Man zerstört einmalige Natur mit gewaltiger Artenvielfalt, vernichtet einen Treibhausgas-Speicher und zugleich Sauerstoffproduzenten, rottet dabei vielleicht unentdeckte Heilpflanzen gegen Krebs oder andere Erkrankungen aus. Und das nur um Weißblechdosen herzustellen, deren einziger Sinn es ist, einen halben Liter Flüssigkeit von A nach B zu bringen, um sie dann auszutrinken und die Verpackung wegzuwerfen!

Ist das nicht Wahnsinn?!

MehrwegDabei landet eine Weißblechdose nur idealerweise in der Wertstofftonne, wodurch sie der Wiederverwertung zugeführt wird. Hierdurch kann das enthaltene Aluminium zumindest recycelt werden – jedoch auch wieder sehr energieintensiv.

Oftmals jedoch landen die Dosen einfach in der Natur. Sie verschandeln dort nicht nur die Landschaft, benötigen viele Jahrzehnte, bis sie verrottet sind. Beim Zersetzungsprozess geben sie Gifte frei, die die Natur belasten.

Unabhängig von der Weißblechdose sind Einwegverpackungen einfach reine Verschwendung.

Denn auch die Herstellung von Plastikflaschen ist alles andere als umweltfreundlich. Dabei werden große Energiemengen benötigt, es entstehen Gifte und Abfälle. Und auch Plastikflaschen landen oft in der Natur, wo sie ewig herumliegen und bei ihrer Zersetzung Gifte abgeben.

Dies gilt insbesondere, wenn sie in Flüssen, Seen oder den Weltmeeren landen.

Schon heute existieren in den Ozeanen riesige Müllstrudel. In diesen zirkulierenden Wirbeln befinden sich auch viele Einwegflaschen aus Plastik. Die katastrophalen Folgen dieser Umweltverschmutzung sind gar nicht hoch genug einzuschätzen.

Das Plastik zersetzt sich mit der Zeit, Meeresbewohner nehmen größere Stücke davon auf. Ihre Mägen können Plastik nicht verdauen, sie können es auch nicht mehr ausscheiden. So sterben bereits heute viele Tiere den Hungertod, da ihre Mägen voll mit Plastik sind!

Schreitet die Zersetzung des Plastiks immer weiter voran, entstehen Mikropartikel, die dann ebenso in der Nahrungskette landen. Fische nehmen sie auf, da sie sie mit Plankton verwechseln. Die Tiere sterben nicht daran, doch nehmen sie sehr wohl die Giftstoffe auf, die im Plastik stecken.

Der Mensch steht schließlich am Ende der Nahrungskette und nimmt auf diesem Weg mit jedem Fisch auch eine Dosis Gift zu sich. Isst er Produkte aus der Massentierhaltung, wurden die Tiere vielleicht auch mit Fischmehl gefüttert. Dadurch gelangt weiteres Gift in den Organismus.

Nicht zuletzt reichern sich die Toxine in der Natur und damit auch im Trinkwasser an.

Gerade Einweg-Plastikflaschen bestehen oftmals aus dünnwandigem Material. Und dieses steht in dringendem Verdacht, hormonell wirksame Substanzen an das Getränk abzugeben, mit dem es befüllt wurde. „Bisphenol A“ ist beispielsweise eine Substanz, die massiv in den menschlichen Hormonhaushalt eingreift und somit fatale Folgen für die Gesundheit haben kann. Und sie löst sich nachweislich aus diesen dünnwandigen Plastikflaschen.

Es wird daher endlich Zeit, diesem ökologischen Wahnsinn ein Ende zu setzen!

Und die Lösung liegt auf der Hand: Früher gab es noch Milch in Kannen, mit denen man immer zum Bauern oder Milchmann ging, um sie wieder befüllen zu lassen. Wasser gab es aus der Leitung oder dem Brunnen. Joghurt gab es im Glas und man stellte es noch selbst her.

Warum müssen wir daher alles in Einwegverpackungen kaufen, um es schnell „entsorgen“ zu können?

Mehrweg lautet die Lösung! Und es existiert ein breites Angebot von Produkten in Mehrweg-verpackungen. Praktisch alle Getränke einschließlich Milch, aber auch Joghurt, lassen sich in Mehrwegflaschen und -gläsern kaufen.

Mehrwegflaschen sind stabil genug, um mehrfach befüllt zu werden. Auch Gläser für Joghurt lassen sich mehrfach nutzen. Dadurch fällt die Öko-Bilanz deutlich positiver aus.

Glas ist recycelbar

und somit kann die Mehrwegverpackung, wenn ihr „Lebenszyklus“ zu Ende ist, wiederverwertet werden. Und dies mit deutlich weniger Energieeinsatz und geringerer Umweltbelastung.

Wenn wir nun noch darauf achten, dass das Produkt in der Mehrwegverpackung aus der näheren Umgebung oder gar der Region stammt, steigt der ökologische Nutzen weiter.

Nicht zuletzt schließt die Nutzung von Glas als Verpackungsmaterial auch die Aufnahme von Giften wie „Bisphenol A“ praktisch aus.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hat sich dieser Thematik gewidmet. Auf der sehr informativen Website  berichtet man über den Mehrwert von Mehrweg. Denn Mehrweg ist tatsächlich „Volle Pulle Umweltschutz“.

Es handelt sich um einen gesponserten Artikel.

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