Petition zur Verschärfung des Tierschutzgesetzes

Neues vom Grünschreiber, heute mal anders:
unser Autor, hat sich heute mal dem Tierleid gewidmet und eine Petition zur Änderung des Tierschutzgesetzes ins Leben gerufen – BITTE LIEBE LESER UNTERSCHREIBEN AUCH SIE für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Tieren, die “dem Menschen dienen”.

Wir fordern auf, das Tierschutzgesetz deutlich zu verschärfen, das Strafmaß bei Verstößen zu erhöhen. Weiterhin fordern wir, dass der sexuelle Missbrauch von Tieren nicht weiter eine Ordnungswidrigkeit darstellt, sondern einen Straftatbestand!
http://www.avaaz.org/de/petition/Verschaerfung_des_Tierschutzgesetzes/?copy

Tierschutz mal anders

Gemäß §1 des Tierschutzgesetzes ist ein Tier ein Mitgeschöpf des Menschen, dessen Leben und Wohlbefinden es zu schützen gilt. Weiter heißt es hier, dass niemand einem Tier „ohne vernünftigen Grund“ Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen darf. Diese Formulierung ist äußerst schwammig und lässt Raum für Interpretationen.
Daher erleiden Tiere täglich millionenfaches Leid. Sei es in der Massentierhaltung, bei der Schlachtung am Fließband (unzureichende Betäubung,…), bei Tiertransporten, Tierversuchen, im Zirkus oder in manchen Zoos. Ebenso gilt dies für die private Haltung.
Der „vernünftige Grund“ hängt sehr vom jeweiligen Betrachter ab. Wirtschaftliche Interessengruppen werden es als vernünftig ansehen, tausende Hühner in engen Ställen zu halten, Schweine maschinell im Sekundentakt zu töten und zu schlachten oder Schlachttiere aus Osteuropa so günstig wie möglich nach Deutschland zu transportieren, um die Tiere hier zu schlachten und weiter zu verarbeiten. Die Kosmetikindustrie wird es als vernünftig erachten, ihre Chemikalien zunächst an Versuchstieren zu testen, ehe sie einem Verbraucher zugemutet werden. Und die Pharmaindustrie wird es als vernünftig erachten, Medikamente zunächst an Tieren zu testen.

Tierschutz malanders
glückliches Schwein

Doch schon am letzten Beispiel, nämlich den Tierversuchen in der Pharmazie, offenbart sich ein Widerspruch. Einerseits sind Tiere zwar Mitgeschöpfe, werden aber zur „Ware“ degradiert mit dem Argument, sie seien mit Menschen nicht gleich zu stellen. Genetisch unterschieden sich die Tiere von den Menschen, ebenso in ihren Empfindungen.
Andererseits dienen Tiere als Testobjekt für Medikamente (auch Psychopharmaka, hier wird der Einfluss auf Empfindungen getestet), die danach bei Menschen angewendet werden sollen. Entweder es finden hier unsinnige Versuche statt, da die Ergebnisse gar nicht auf den Menschen übertragbar sind, was einen „unvernünftigen Grund“ voraussetzen und somit gegen das Tierschutzgesetz verstoßen würde. Oder aber es werden hier Versuche an Mitgeschöpfen durchgeführt, die sehr wohl mit dem Menschen vergleichbar sind. In einem solchen Fall würden täglich tausende Wesen mit ähnlichen Empfindungen, zu denen der Mensch auch fähig ist, wissentlich und legal gequält und missbraucht.
Beides wäre ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und gegen jegliche Moralvorstellung.
Ein Argument, das gerne nicht nur für die Rechtfertigung von Tierversuchen eingesetzt wird, ist das angebliche Fehlen einer Seele und eines Bewusstseins bei Tieren.
Zunächst einmal sei an dieser Stelle die Frage gestellt, wie denn nun eine Seele aussieht, wie sie messbar ist und wer eine solche bereits gesehen hat. Da die Existenz einer Seele in einem Menschen nicht nachgewiesen werden kann, ist auch der Nachweis einer Nichtexistenz bei Tieren nicht möglich. Von daher kann dieses Argument nicht zählen.
Auch die Frage nach dem Bewusstsein der Tiere ist eine Frage, die sich nicht wirklich beantworten lässt. Der Mensch ist trotz seiner technischen (nicht moralischen) Überlegenheit nicht in der Lage, mit einem Tier zu sprechen und es zu fragen, ob es sich denn bewusst ist, dass es existiert.
Zwar haben diverse Experimente stattgefunden, um zu prüfen, ob sich Tiere ihrer Selbst bewusst sind. Dazu beobachtete man ein Tier zum Beispiel dabei, wenn es in den Spiegel schaute. Je nach dessen Reaktion schloss man nun daraus, ob es sich als Individuum erkennt, oder nicht.
Solche Experimente entspringen dem Irrglauben, dass menschliche Maßstäbe auf Tiere übertragbar seien und dass jene Maßstäbe das Maß aller Dinge seien. Derartige Experimente sind jedoch nicht aussagekräftig. Aus Sicht eines Delfins wäre ein Mensch zum Beispiel ein ziemlich dummes Wesen.
Denn schließlich ist der Mensch weder in der Lage, annähernd so gut zu schwimmen wie ein Delfin. Auch kann er sich nur über wenige Meter mit Hilfe seiner Stimme unterhalten, während Delfine oder andere Zahnwale teils über Kilometer Entfernung kommunizieren. Und über ein Unterwasser-Sonar verfügt die Spezies Homo Sapiens gar nicht. Einfacher Landbewohner, ist sich auch seiner Selbst und seiner Taten nicht bewusst. Warum sonst würde er seinen eigenen Lebensraum und damit auch seine Lebensgrundlagen mehr und mehr vernichten?
Auch die oft angebrachte Frage, ob Tiere Schmerz empfinden können, entbehrt jeglicher Vernunft. Dazu bedarf es keiner großen Versuche. Jeder Katzenhalter hört am Schrei seines Vierbeiners, dass es ihm Schmerz bereitete, wenn er versehentlich auf dessen Schwanz oder Pfote getreten hat. Auch merkt sich beispielsweise eine Katze sehr wohl negative Ereignisse auch über einen längeren Zeitraum und meidet sie. Wer einmal eine Katze bei sich aufgenommen hat, die zuvor schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat, erkennt ihr Misstrauen sehr gut.

Auch bei der Massentierhaltung stellt sich die Frage nach einem „vernünftigen Grund“.
Ist es vernünftig, einerseits massenhaft Fleisch zu „produzieren“?
Jenes Fleisch stammt von Mitgeschöpfen des Menschen, empfindenden Wesen! Hierbei leidet das Tier, da es nicht artgerecht untergebracht wurde und artuntypisch ernährt wird. Rinder fressen beispielsweise Gras, sie sind Weidetiere. Man steckt sie jedoch in enge Ställe, fern ab einer Weide und füttert sie mit Mais, Soja oder Tiermehl. Jenes Soja wird irgendwo in Brasilien angebaut, dort wurden zuvor entweder Einheimische enteignet und sie müssen nun sehen, wo sie ihre Lebensmittel anbauen können. Oder aber man hat Regenwald abgeholzt. – Ein einzigartiges Refugium unzähliger Arten und zugleich wichtiger Kohlenstoffspeicher gerade in Zeiten der Klimakrise. Dieses Soja – eventuell noch eine genetisch veränderte Sorte – wird unter Einsatz von Tonnen Pestiziden und Herbiziden angebaut, welcher aufgrund von Monokulturen nötig wurde. Hierdurch werden angrenzende Flüsse verseucht, die Felder sind nach einigen Jahren ausgelaugt und es wird neuer Wald eingeschlagen.
Das geerntete Soja wird mit Schiffen über den Atlantik transportiert. – Schiffe mit hohem CO2-Ausstoß. Die Fracht wird in einem der großen Häfen Europas gelöscht, dann in Zentrallager gebracht – mit Hilfe von LKW, die auch wieder CO2 ausstoßen. Gleiches gilt für den weiteren Transport zum Endabnehmer. Dieser verfüttert dann das Soja an die Kühe. Diese Kühe produzieren tonnenweise Gülle, welche auf die Felder ausgebracht wird und weiteres Treibhausgas (Methan) freisetzt.
Die Kühe werden zum Ende ihres erbärmlichen Lebens per LKW ins Schlachthaus gebracht, dort teils unter eklatanten Bedingungen getötet (teils wirkt die Betäubung nicht, den Tieren werden bei lebendigem Leibe die Bäuche aufgetrennt, Schweine in kochendes Wasser geworfen) Schließlich werden die „Mitgeschöpfe“ maschinell weiterverarbeitet zu handlichen Stückchen Fleisch. Dieses billige Fleisch landet dann entweder in den Mägen der Verbraucher, der hohe Fleischkonsum ist ungesund für das Herz-Kreislauf-System. Es entstehen Volkskrankheiten, wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Rheuma, Gicht und evtl. wird auch der Anstieg an Krebserkrankungen hierdurch verursacht.
Oder aber das Fleisch landet – und dies in zunehmendem Maße – schlicht und ergreifend im Müll!
Einen unvernünftigeren Grund, diese Rinder in der Massentierhaltung völlig artwidrig zu halten und zu füttern und sie teils unter unsäglichen Bedingungen zu schlachten, dürfte es wohl nicht geben!

Im Zirkus werden Elefanten gehalten, was letztlich eine völlig artwidrige Art und Weise ist, diese großen Dickhäuter zu halten. Stecken Sie einen Menschen in eine Telefonzelle, geben Sie ihm zwei Stunden Auslauf am Tag – und zwar die Telefonzelle umrundend – und Sie haben in etwa die gleichen Verhältnisse, die ein Elefant durchlebt.
Als vernünftigen Grund führen die Zirkusbefürworter an, dass Menschen sich an dem Verhalten der Elefanten belustigen und erfreuen dürfen. Ist dies ein vernünftiger Grund? Wäre es nicht vernünftiger, die Tiere einfach in Freiheit leben zu lassen? Und sie dort zu schützen und zu beobachten, wo sie eigentlich leben? Meinetwegen auch in einem großen Freigehege in einem Zoo.

In letzter Zeit sind zudem vermehrt Berichte über die Zoophilie aufgekommen. Menschen fühlen sich sexuell zu Tieren hingezogen und leben an ihnen ihre Triebe aus. Es gibt hier offenbar eine große Dunkelziffer, offenbar existieren sogar Tierbordelle.
Befürworter sind wohl der Meinung, dass man den Tieren etwas Gutes tut.
Und die ohnehin laschen Strafen, was den Verstoß gegen das Tierschutzgesetz betrifft, werden in diesem Fall sogar noch aufgeweicht. Laut Gesetz handelt es sich hierbei nicht mal um einen Straftatbestand, der mit max. 3 Jahren Haft zu belegen wäre. Vielmehr ist es offenbar eine Ordnungswidrigkeit, wenn ein Mensch ein Tier sexuell missbraucht!
Das Wohl der Tiere ist hierbei scheinbar zweitrangig. Wie so oft. Die Tiere müssen den Akt über sich ergehen lassen, werden sexuell missbraucht.
Doch stellt sich in diesem Fall auch die Frage, inwieweit jene abnorme Neigung dazu führt, dass die Hemmschwelle jener bereits sexuell gestörten Menschen sinkt. Und inwieweit ein sexueller Akt gegen den Willen auch irgendwann an einem Menschen in Erwägung gezogen wird. Eine therapeutische Behandlung jener Menschen wäre also sowohl aus Tierschutzsicht als auch aus gesellschaftlicher Sicht sinnvoll und notwendig.

Bitte unterschreiben Sie deshlab hier: http://www.avaaz.org/de/petition/Verschaerfung_des_Tierschutzgesetzes/?copy

1 Gedanke zu „Petition zur Verschärfung des Tierschutzgesetzes

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