Topinambur Das „Knollenmännchen“ zum Abendessen – Teil 2

Hier nun der zweite Teil des Knollenmännchens. Viel Spaß und Inspirationen wünsche ich!

Verwendung der Topinambur in der Küche

Die Knolle kann gebraten, gekocht, gedünstet und auch roh zubereitet werden. Das Schälen der dünnen Haut gestaltet sich an der verzweigten Erdfrucht recht schwierig und gleicht eher einer Schnitzarbeit. Deshalb wird sie häufig ungeschält, und nur mit einer Gemüsebürste gereinigt, verwendet. Im gekochten Zustand weist die Topinambur einen etwas erdigen Geschmack auf. Roh, beispielsweise gerieben, schmeckt sie eher neutral und frisch. Daher lässt sie sich sehr gut mit anderem Gemüse, wie z.B. Gurken, kombinieren. Auch in Verbindung mit Obstsorten, wie Orangen oder Bananen, ergibt die Knolle einen frischen und gesunden Salat. Weil Topinambur unter Sauerstoff, ähnlich der Kartoffel, oxidiert empfiehlt sich eine schnelle Zubereitung und Verwendung von Zitronensaft. Einige Menschen haben beim Verzehr größerer Mengen von Topinambur mit „Nebenwirkungen“  zu kämpfen. Durch den hohen Anteil an Inulin kann es zu schmerzhaften aber harmlosen Blähungen kommen. Diese Personen sollten die Knolle auf jeden Fall ungegart, klein gerieben und in geringeren Mengen zu sich nehmen. Die frischen Knollen sind im Kühlschrank etwa 1 Woche haltbar. Danach verlieren sie an Feuchtigkeit und werden weich. Dann können Sie aber auch noch gekocht und als Suppe genossen werden. Auch das Einpflanzen ist in diesem Zustand möglich.

Der Anbau von Topinambur

Die Kultivierung im eigenen Garten ist denkbar einfach. Die Knollen, je nach Bedarf, werden einfach in lockere Erde gegeben. Die Keimung und Entwicklung der Pflanze geht sehr schnell. Bereits nach 1-2 Wochen kann man die ersten zarten Pflänzchen entdecken. Topinambur ist sehr durstig und benötigt deshalb 1-2 x pro Tag Wasser. Die Blüten zeigen sehr gut an, wenn die Pflanze Wasser benötigt. Bei einem Mangel hängen die Blütenblätter schlaff herunter, was sich jedoch sehr schnell mittels großzügigem Gießen beheben lässt. Schnell erholen sich die Pflanzen und stehen wieder prachtvoll anzusehen. Der Standort ist so zu wählen, dass im Frühjahr und Herbst die Lichtverhältnisse sehr gut und im Sommer eher schattig vorhanden sind. Anders als die Sonnenblume ist Topinambur Winter-hart, sodass eine erneutes Pflanzen im nächsten Frühjahr nicht nötig ist. Vermehren kann sich die Knolle im Erdreich von selbst. Das geht so schnell, dass nach 3 Wochen, nach der Pflanzung, die erste Ernte erfolgen kann. Hierzu wird einfach die Tochterknolle, die etwa eine Größe von 10 cm erreicht hat, von der Hauptknolle, mittels eines Messers, getrennt. Da sich Topinambur unterirdisch großflächig ausbreitet könnte es sein, dass auch der Nachbar plötzlich zum „Topinambur-Bauern“ geworden ist. Um dies zu verhindern kann ein Stück Myozel Stopp an der Grenze zu Nachbars Gartenzaun mit in das Erdreich eingebracht werden. Dies verhindert die massive Ausbreitung der Knollen, mindert jedoch nicht den Ernteerfolg. Auch im Haus lässt sich die Pflanze ebenfalls sehr gut halten. Hierzu gilt als Regel einen ca. 35cm großen Topf für 3 Knollen. Somit erhält die Wohnung einen frischen, natürlichen Farbtupfer.

Mit nachhal(l)tigen Grüßen,

Accabadora

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