Topinambur – Ein „Knollenmännchen“ zum Abendessen – Teil1

Viele alte, längst vergessen geglaubte, und außergewöhnliche Gemüsearten erleben derzeit ihre Renaissance. Heute stehen Verbraucher oft es ratlos vor den Gemüseauslagen der Supermärkte und Marktständen.

Beobachtungen haben gezeigt, dass Kunden wahrheitsgemäß zu den, Ihnen bekannten, Gemüsesorten greifen. Das liegt vorrangig am menschlichen Verhalten bewährte Dinge immer wieder zu verwenden. Aber auch die mangelnden Informationen an den Gemüseständen zu Dingen, wie Herkunft, Nutzen für den menschlichen Körper, und vor allem der Zubereitung, verhindern den Absatz alter Gemüsesorten und, somit die Verbreitung in deutschen Haushalten. Dabei haben diese Sorten, wie auch Topinambur, einen beachtlichen Nährwert und sind oft einfacher zu zubereiten als herkömmliches Gemüse. Durch die Biologische Anbauweise alter Sorten  beinhalten diese meist viel mehr Mineralien und Vitamine, welche dem Körper in gut verwertbarem Zustand zur Verfügung stehen. Somit ist eine optimale Versorgung mit den jeweiligen Inhaltsstoffen gesichert.

Topinambur, die essbare Sonnenblume

So wird die Knolle aus Nordamerika auch genannt, weil ihre Blüte, zwar etwas kleiner, aber ebenso schön anzusehen ist wie die der Sonnenblume. Weitere Namen sind Erdbirne, Zuckerkartoffel, Ewigkeits- oder Indianer-Kartoffel, und wegen seiner gesunden Eigenschaften, auch Jerusalem-Artischocke. Ihren offiziellen Namen verdankt die Knolle den Franzosen, die sie nach dem indianischen Stamm der Topinambus benannten. Bereits im 17. Jahrhundert gelang die Topinambur nach Frankreich. Auch den Weg nach Asien hat das Gemüse bereits gefunden. Dort, und auch in Russland und Kanada befinden sich die Hauptanbaugebiete für dieses Gemüse. Bei uns in Deutschland finden sich jedoch nur kleine vereinzelte Vorkommen. Dabei kann jeder, der einen großen Garten hat, die, auch unter begeisterten Anwendern auch Topis genannten, Knollen ganz einfach selbst anbauen. Dabei erfüllt die Pflanze die Anforderungen in zweifacher Form. Die Pflanzen, welche bis zu 3 Metern hoch wachsen können  bieten einen guten Sichtschutz, haben eine wunderbare, tief-gelbe Farbe, die Insekten, wie beispielsweise Schmetterlinge, anlockt, und die Knollen verbreiten sich sehr schnell. Auf diese Weise kann eine Familie sich mit der tollen Knolle gut selbst versorgen.

Was ist drin in der tollen Knolle?

Generell kann Topinambur mit der Kartoffel verglichen werden.Sie enthält jedoch wesentlich weniger Stärke.  Aufgrund seiner enzymatischen Eigenschaften hat sich Topinambur zur Unterstützung von Diäten und dem Halten des Gewichtes als nützlich erwiesen. Hierbei hilft die geringe Kalorienzahl bei guter Sättigung und die entschlackende Wirkung. Mit einem Vitaminmix aus dem Provitamin A, welches vom Körper in das reine Vitamin umgewandelt wird, den B- Vitaminen 1, 2 und 6, die äußerst wichtig für die Funktion der Nerven und der Herztätigkeit sind, sowie Vitamin D und C ist die Knolle ein wahres Multitalent, wenn es um gesunde Ernährung geht. Auch der hohe Anteil an Mineralien macht Topinambur zu einem wertvollen Lebensmittel. Als Ersatz für die Kartoffel wird es besonders von Diabetikern geschätzt. Aufgrund des Inulin Gehaltes, welches im Magen zu Fruchtzucker umgewandelt wird, muss der Diabetiker nicht genaueste Mengen achten, und hat somit eine wertvolle Sättigungsbeilage.
Für unsere Kinder ist dieses Gemüse ein echt lustiges. Die unterschiedlichen Knollenformen regen die Phantasie an, und mit ihnen lassen sich unglaubliche Geschichten erzählen. Wenn die Hauptfiguren der Geschichten auch noch gut schmecken, dann nenne ich das Nachhaltigkeit.
Teil 2 des „ Knollenmännchens“ folgt in Kürze!

Mit nachhal(l)tigen Grüßen,
Accabadora

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