Der Nachfolger der Postkutsche wird elektrisch

Postkutsche modernDas ist eine wegweisende Nachricht: Kam die Post früher noch per Kutsche, kommt sie heute vielfach per Auslieferungs-Fahrzeug. Und in Zukunft soll die gesamte Flotte der Fahrzeugauslieferer elektrisch sein. Die entsprechenden Fahrzeuge will die Post auch noch gleich selber produzieren.

Man könnte auch sagen, dass die Deutsche Post damit die “E-Mail” ganz neu definieren würde. Aktuell sind rund 92.000 Fahrzeuge für die Deutsche Post weltweit im Einsatz. Und schon seit 2010 experimentiert der Konzern an elektromobilen Lösungen – hierzu wurden Pilotprojekte gestartet und StartUps übernommen.

So steckte die Deutsche Post hinter einem Projekt mit dem Fahrzeug StreetScooter, bei dem die Postzustellung mit emissionsarmen Fahrzeugen geprüft wurde. Seit rund zwei Jahren läuft ein bundesweiter Flottentest mit elektrischen Fahrzeugen, die Deutsche Post hat StreetScooter mittlerweile vollständig übernommen und die Fahrzeuge des Start-Ups sind in Serienproduktion.

Diese sollen nun für die Paket- und Briefzusteller schrittweise in die Fahrzeugflotte der Deutschen Post eingeführt werden. Ab dem vierten Quartal sollen diese Fahrzeuge dann auch Kunden zum Verkauf angeboten werden. Zudem ergänzt das Unternehmen seine Flotte schon heute mit E-Mobilen von Herstellern wie Iveco, Daimler oder Renault – die haben heute oft nur eine Reichweite von unter 100 Kilometern je Batterieladung; doch das ist in vielen Fällen für die Auslieferung der Post völlig ausreichend. Gemeinsam mit Volkswagen arbeitet die Post zudem an einem elektrischen Fahrzeug – aktueller Projektname eT – das 2020 in Serie gehen soll.

Und so könnte die Deutsche Post zu einem Pionier werden, der dazu beiträgt, dass immer mehr Elektromobile in unserem Alltag wahrnehmbar werden. Das war seinerzeit auch bei Benzinmotoren so: Schon 1898 wurden auf bestimmten Postbuslinien im damaligen Kaiserreich motorgetriebene Postkutschen eingesetzt

9 Gedanken zu „Der Nachfolger der Postkutsche wird elektrisch

  1. Danke für den Artikel.
    Das hört sich wirklich interessant an, aber ich könnte mir wirklich gut vorstellen, dass dadurch tausende von Arbeitsplätzen geräumt werden müssten und es daher sicherlich großes Ärger geben wird. Das ganze würde den Alltag natürlich wieder um einiges modernisieren.
    Ich bin gespannt auf die Zukunft.
    LG

  2. Interessant, ich hätte nicht gedacht das gerade die Post auf diesem Gebiet so sehr mitmischt. Die kurzen Auslieferungswege die ein Postfahrzeug zurücklegen muss, bevor es sowieso bs zum nächsten Tag abgestellt und geladen werden kann, spielen der Post bestimmt gut zu bei dem Umstieg. Dies ist ja einer der größten Knackpunkte in der Alltagstauglichkeit aktueller Elektrofahrzeuge. Mal sehen was aus den Bemühungen wird.

  3. Hallo, ich bin auf der Suche nach selbstfahrenden Post-Autos hierher gestoßen. Zu den Street-Scootern frage ich mich allerdings, ob diese wirklich sinnvoll sind – im Sinne der angestrebten Zeitersparnis. Die Bedingungen für die Zusteller sind auf dem Land ganz anders als in der Stadt und sicherlich werden nicht alle Zusteller begeistert sein, wenn sie nun auf einem solchen “Auto” sitzen anstatt gehen dürfen. Dennoch: Schöne neue Welt bei der Post. Bin gespannt.

  4. Für mich ist diese ganze Umweltpolitik nichts weiter als das Durchsetzen politischer Interessen. Für die Firmen, welche die Elektroautos herstellen ist das natürlich ein Segen, und ganz nebenbei zahlen diese Unternhmen natürlich wenige Steuern.

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